Marinehafen Olpenitz
Seit Juni 2006 verlegt nach Kiel

Die Flottille der Minenstreitkräfte (Olpenitz) Stand 2002


Die Flottille der Minenstreitkräfte hat den Auftrag, mit ihren Einheiten Seeverbindungen und Küstengewässer zu schützen. Dazu müssen die Einheiten einerseits gegnerischen Minen und Kampfmittel bekämpften, um die Operationsfreiheit der eigenen sowie verbündet Streitkräfte zu erhalten und andererseits eigene Minen vor den Küsten und in Vorgelagerten Gewässern zu legen, um die Operationsfreiheit gegnerischer Streitkräfte einzuschränken. Die Flottille der Marinestreitkräfte wurde bis 2001 vielfältig modernisiert und umstrukturiert. So wurden die bisherigen Schnellen Minensuchboote der HAMELN- (343) Klasse zu Minenjagd- (333) und zu Hohlstablenkbooten (352) umgerüstet. Die Minensuch- und Minenjagdboote der Klasse 332, 333, 352 und 394 dienen vorrangig der Minenabwehr. Mehrzwecklandungsboote der BARBE- Klasse 520 sowie Tender der ELBE - Klasse 404 gehören als Unterstützungseinheiten ebenfalls zur Flottille der Marinestreitkräfte. Die Boote der LINDAU- (331) b und 352) Klasse des 6. Minensuchgeschwaders sind nach über 40 Jahren aus dem aktiven Dienst der deutschen Marine bis Ende 2000 ausgeschieden.

Kampfschwimmer und Minentaucher sind die Spezialkräfte der Marine. Zusammengefasst in der Waffentauchergruppe sind sie der Flottille der Marinestreitkräfte unterstellt. Die Flottille der Marinestreitkräfte verfügt anerkanntermaßen über das weltweit beste Fachwissen auf dem Gebiet der Minenabwehr.




Minenjagdboot - Frankenthal Klasse 332

Einsatzverdrängung: 650 t
Leistung: 3.400 kW (4.600 PS)
Geschwindigkeit: ca. 18 kn
Besatzung: 41
Bewaffnung: 1 x 40 mm Geschütze, Fliegerfaust, mech. Minenräum- und Minenlegausstattung

  • Das Schiffsfeste Bugsonar DSQS 11 M, ein Sonar mit digitalem Signal-Prozessor und synthetischem Sonarbild.
  • Die sehr wirkungsvolle Identifizierungs- und Minenvernichtungsdrohne PINGUIN, die Kontakte mittels Videokamera bzw. Hochauflösendem Nahbereichssonar identifiziert. Sie kann in einer Mission bis zu zwei Minen mittels zweier abwerfbarer Minenvernichtungsladungen sprengen. Beide Einsatzarten können sowohl gegen Grund- als auch gegen Ankertauminen durchgeführt werden.
  • Moderne Kommando-, Überwachungs- und Fernmeldesysteme wie z.B. Satellitennavigation.



Minenjagdboot - Kulmbach Klasse 333

Einsatzverdrängung: 620 t
Leistung: 3.400 kW (4.600 PS)
Geschwindigkeit: ca. 18 kn
Besatzung: 43 + 3
Bewaffnung: 2 x 40 mm Geschütze, Fliegerfaust, mech. Minenräum- und Minenlegausstattung


Dieses Minenjagdboot ist ein Zweirollenfahrzeug, das sowohl Minen legen als auch Minen jagen kann. Es entspricht der Standartplattform der Klasse 332. Seine Hauptaufgabe Minenjagen stützt sich auf eine moderne Minenjagd-Führungsanlage TAKIS sowie eine Minenjagdsonaranlage, mit der Grund- und Ankertauminen geortet und mittels einer weltweit einmaligen Einwegdrohne, dem SEEFUCHS, bekämpft werden. Zusätzlich kann eine mobile Minentaucherkomponente eingeschifft werden.



M 1093 Auerbach / Oberpfalz


Minensuchboot - Ensdorf Klasse 352

Einsatzverdrängung: 650 t
Leistung: 3.400 kW (4.600 PS)
Geschwindigkeit: ca. 18 kn
Besatzung: 45
Bewaffnung: 2 x 40 mm Geschütze, Fliegerfaust, mech. Minenräumgerät, 4 x Holstab- Fernräumgeräte SEEHUND, Minenlegausstattung

Die neuen Minensuchboote der Klasse 352 werden sich aus den zu Lenkfahrzeugen umgebauten Minensuchbooten Klasse 343 und den 18 modernisierten Fernlenkräumgeräten SEEHUND zusammensetzen. Das Einsatzverfahren sieht prinzipiell vor, dass bis zu vier unbemannte SEEHUNDE mit aktiven Minenräumanlagen vom Lenkfahrzeug aus ferngesteuert werden. Das Lenkfahrzeug selbst liegt dabei aus Sicherheitsgründen außerhalb des Minenfeldes. Es ist mit einem Minenmeidesonar zum Lokalisieren von Ankertauminen, mit einer Lenk- und Überwachungseinrichtung für die vier Fernlenkräumgeräte, Einwegdrohnen SEEFUCHS sowie mechanischem Räumgerät gegen Ankertauminen ausgestattet.


SEEHUNDE
Die SEEHUNDE sind trotz ihres Aussehens kompakte Minenräumeinrichtungen, die gegen Minen mit akustischen und magnetischen Zündsystemen eingesetzt werden. Sie können auch die Detonation geräumter Minen in geringer Entfernung gefahrlos überstehen. Bei einer Länge von 25 Metern verdrängen sie 95 Tonnen. Holzverkleidung, Deck und Aufbau verbessern das Seeverhalten und erleichtern den bemannten Betrieb bei Überführungsfahrten. Der Antriebsdiesel treibt hydraulisch einen Schottelruderpropeller an und verleiht dem SEEHUND eine Höchstfahrt von 9 Knoten.



L 762 Lachs


Mehrzwecklandungsboote
Barbe Klasse 520

Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 40m / 8,8m / 2,2m
Einsatzverdrängung: 166 t
Leistung: 325 kW (440 PS)
Geschwindigkeit: ca. 10 kn
Besatzung: 17
Bewaffnung: 1 x 20 mm Flugabwehrkanone

Das Mehrzwecklandungsboot ist das "Arbeitspferd" der Flotte. Das Boot wird im Rahmen von Personal- und Materialtransporten über See eingesetzt und eignet sich darüber hinaus für Minenlegeaufgaben. Diese Bootsklasse ist die eizige der Marine, auf der Portepeeunteroffiziere als Kommandanten eingesetzt sind.



A 515 Main

Tender - Elbe Klasse 404

Länge über alles: 100,7 Meter
Länge in der Wasserlinie: 88,8 Meter
Breite: 15,4 Meter
Tiefgang: 3,72 Meter
Einsatzverdrängung: 3.450 t
Leistung: 2.500 kW (3.400 PS)
Geschwindigkeit: ca. 15 kn
Besatzung: 40
Bewaffnung: 2 x Fliegerfauststände, 2 x 20 mm Geschütze
Containerkapazität: 24 Stück



Der Tender der Elbe-Klasse ist in der Lage, Boote in See mit Kraftstoff, Wasser oder Munition zu versorgen und bei instandsetzungen zu unterstützen. Hinzu kommt die wichtigste Aufgabe der Entsorgung.
Eingeschift werden Soldaten der Systemunterstützungsgruppen, die über containerisierte Werkstätten und Ersatzteillager verfügen.

       


Tross - Schiffe

Die Trossschiffe dienen der operativen Einsatzversorgung der Einheiten der Flotte auf See. Je nach Aufgabe der einzelnen Einheiten sind sie spezifisch für diesen Zweck ausgerüstet und besetzt. Trossschiffe besitzen keine Waffensysteme, sieht man von Selbstverteidigungs auf beiden millitärisch besetzten Versorgern der Klasse 701 ab. Viele Einheiten sind ehemalige Handelsschiffe bzw. nach Handelsschiffstandard gebaut. Wo nötig, sind Ausrüstung und Gerät jedoch den millitärischen Gegebenheiten angepasst. Die zwei Versorger Klasse 701 (Freiburg, Glücksburg), zwei Tanker Klasse 704 (Rhön, Spessart) und zwei Transporter Klasse 760 (Westerwald, Odenwald) dienen in erster Linie der Versorgung von Einsatzgruppen der Flotte auf See, während die anderen Einheiten, wie z.B. die
- Transporter der Klasse 703 (Walchensee-Klasse)
- Bergungs-Schlepper der Klasse 720 (Helgoland-Klasse)
- Seeschlepper der Klasse 722 (Norderney-Klasse)
für Ausbildungsunterstützung bzw. für bestimmte Transporte und Sonderaufgaben zur Verfügung stehen.



A 1425 Ammersee


Transporter (Tanker)
Walchensee Klasse 703

Läge über alles: 71,92 Meter
Länge in der Wasserlinie: 68,5 Meter
Breite: 11,2 Meter
Tiefgang: 4,6 Meter
Einsatzverdrängung: 2.141 t
Leistung: 2x 507 kW (1398 PS)
Geschwindigkeit: ca. 12 kn
Besatzung: 21
Bewaffnung: keine
Baujahr: 1966
Betriebsstoffvolumen: 1.150.000 Liter

     
         


A 1458 Fehmarn


Bergungsschlepper
Norderney Klasse 720B

Läge über alles:
Länge in der Wasserlinie:
Breite:
Tiefgang:
Einsatzverdrängung: t
Leistung: kW (3000 PS)
Geschwindigkeit: ca. 14kn
Besatzung: 35
Bewaffnung: keine
Baujahr:


Die Fehmarn ist der Größte Bergungsschlepper der deutschen Marine und gehört zum U-Boot Geschwader Eckernförde, Heimathafen ist jedoch Olpenitz. Eine weitere Aufgabe der Fehmarn sind Begleitfahrten von U-Booten sowie Tauchfahrten für die fertig ausgebildeten Marinetaucher. Hierfür verfügt die Fehmarn über eine Druckkammer für 16 Personen.
 


Druckkammer


 


Pinasse

Einsatzverdrängung: t
Leistung: kW ( PS)
Geschwindigkeit: ca. kn
Besatzung:

       


 


V - Boot

Einsatzverdrängung: t
Leistung: kW ( PS)
Geschwindigkeit: ca. kn
Besatzung:

       


 


Hafenschlepper

Einsatzverdrängung: t
Leistung: kW ( PS)
Geschwindigkeit: ca. kn
Besatzung:

       
 


Quelle: Marinestützpunkt Olpenitz und Infoblatt "Die Flotte 2000"
Bilder: S. Besel